Digitale Dividende
Einleitende Informationen:Bevor man sich über die sogenannte LTE Digitale Dividende Gedanken macht, sollte erst einmal geklärt werden, was sich hinter LTE verbirgt. Bei LTE handelt es sich dabei um eine Abkürzung die für Long Term Evolution steht. Dies ist im Bereich des mobilen Internets die Technologie, die letztlich HSDPA sowie UMTS ablösen soll. Die hierbei genutzten Frequenzen wurden von Mitte April bis Mitte Mai durch die Bundesnetzagentur an die teilnehmenden Mobilfunk-Provider versteigert. Ersteigert wurden sie dabei von der Deutschen Telekom, O2, Vodafone sowie E-Plus. Die neue Technologie des LTE ermöglicht deutlich höhere Geschwindigkeiten für das mobile Internet. Diese liegen für den Download bei maximal 300 MB/s und im Upload bei 75 MB/s. Damit lassen sich nun auch für das mobile Internet zahlreiche multimediale Services realisieren. Auch wird LTE dadurch zu einer guten Alternative zum DSL und VDSL.
Was versteht man unter LTE Digitale Dividende?:
Durch den gerade derzeit stattfindenden Umstieg der Radio und Fernsehsender von der analogen auf die digitale Technik, werden eine Reihe von Frequenzbereichen, die durch Rundfunk und Fernsehen zuvor terrestrisch genutzt wurden frei. Diese frei gewordenen Frequenzen, die sich in etwa zwischen 790 und 862 MHZ befinden nennt man auch die sogenannte LTE Digitale Dividende. Diese Frequenzen können gerade in Gebieten, in denen der Ausbau von DSL und VDSL nicht mehr möglich ist, optimal genutzt werden, um die Anbindung an das schnelle Internet zu ermöglichen. Die Aufbauarbeiten für rasche flächendeckende LTE Verfügbarkeit laufen derzeit bei allen LTE Anbietern auf Hochtouren. Bis sie bundesweit flächendeckend abgeschlossen sind, rechnen Experten, dass noch gut zwei bis drei Jahre vergehen werden.